So
29
Nov
2009
Pura Desa - Bedulu - Bali - Indonesien
So besitzt jedes Dorf drei Tempel. Einer davon steht im Dorfzentrum: der Pura Desa.
Der ursprüngliche Tempel der Dorfgründer ist dem Schöpfergott Brahma geweiht, der gleichzeitig auch als Bewahrer des Feuers in der Küche gilt.
Neben dem Pura Desa werden immer eine Versammlungshalle und eine Hahnenkampfarena Wantilan errichtet.
Das zweite Tor wird Kori Agung oder Padu Raksa genannt. Es lässt nur einen schmalen Durchgang frei, der von einer hölzernen Tür versperrt wird. Meist führen Treppenstufen zu den Toren hinauf, die von steinernen Dämonen flankiert werden. Diese Statuen und Fratzen haben die Aufgabe, draussen auf der Lauer liegenden, bösen Geistern und Damönen den Eintritt zu verwehren.
Der balinesische Tempel
Legende
- Candi Bentar - gespaltenes Tor - Dualitätssymbol
- Kul Kul-Turm - Glockenturm
- Paon - Küche
- Balé Gong - Raum für Musik und Tanz
- Balé - überdachter Raum für Pilger
- Kori Agung oder Padu Raksa - Geschlossenes Tor, Eingang zum Göttergelände
- Seiteneingang
- Paruman / Pepelik - Rastraum für die Götter und Ahnenseelen mit Opferplattform
- Ngrurah gedé - Schrein für Götterdiener
- Ngrurah alit - Schrein für Götterdiener
- Gedong pesimpangan - Besuchsplatz für die Seelen der Dorfgründer
- Padmasana - Thron des Sonnengottes
- Schrein für den vergöttlichten Gunung Agung
- Meru - Schrein des Sang Hyang Widhi
- Schrein für den vergöttlichten Gunung Batur
- Maospait - Schrein für die Siedler aus Majapahit (Ostjava)
- Taksu - Schrein für die Vermittler/Übersetzer zwischen Menschen und Götter
- Raum für die Opfergaben
- Raum für die Opfergaben